ein Fahrrad fährt über eine Brücke in der HafenCity

Arbeitsgruppe Verkehr

Es geht uns als Verkehrs AG des Netzwerks um eine lebenswerte Aufenthaltsqualität auf den Straßen und Plätzen in unserem Quartier. Das bedeutet, dass für uns die Menschen Priorität haben – und nicht die Autos. Anders gesagt: Das Wohl der Menschen muss Maßstab für die Verkehrsplanung sein.

Uns geht es vorrangig um die Sicherheit und die Lebensqualität der Anwohner und Besucher der HafenCity. Unser Ziel ist es, durch eine dauerhafte Verringerung des Verkehrs Lärm und Luftschadstoffe zu reduzieren und die „Fahrradstadt Hamburg“ auch in der HafenCity Realität werden zu lassen.

1. Gesunde Umwelt – Luftschadstoff-Grenzwerte und Lärm-Grenzwerte einhalten

Stickoxide – zur Zeit liegen wir in der HafenCity noch knapp unter den Grenzwerten (=40ug/m3), aber die Prognosen im Bebauungsplanentwurf HafenCity 10 (42 ug/m3 für 2020) und in der Luftschadstoffuntersuchung der BSW (52 ug/m3 fuer 2030) gehen von einer zunehmend deutlicheren Ueberschreitung aus Lärm – da liegen wir zur Zeit schon über den zulässigen Grenzwerten – Richtwert: Tag 55dB (Wohngebiete) – 63dB (urbane Gebiete), Nacht 40dB – 45dB – tatsächlich (Versmannstrasse/Ueberseeallee/Shanghaiallee) tags über 70 und nachts über 60

Tempo 30 reduziert Luftschadstoffe und Lärm

Pilotversuche Tempo 30 zeigen: - bis zu 15% weniger Stickoxide aus Verkehr - bis zu 3 dB weniger Lärmemissionen - mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

2. Einen lebenswerten Straßenraum – Verringerung des (Durchgangs-)Verkehrs

Verkehrsströme – zur Zeit (gezählt im März 2019) kommen 14.000 Kfz/Tag über die Versmannstraße (=Umgehung) in die HafenCity; die von der HafenCity Hamburg beauftragten Verkehrsplaner von ARGUS rechnen mit 36.000 bis 42.000 Kfz/Tag; selbst mit der jetzt erreichten temporären Reduzierung der Versmannstraße auf zwei Spuren werden etwa 21.000 Kfz/Tag vorausgesagt

Rückbau der mehrspurigen Strassen

Nach dem Vorbild der Versmannstraße (versuchsweise 2-spurig bis 2025) sollten auch die anderen mehrspurigen Straßen in der HafenCity (=Versmannstraße, Überseeallee, Shanghaiallee, Osakaallee, Am Sandtorpark, Sandtorkai, Brooktorkai) auf eine Spur (in jede Richtung) reduziert werden.

Als Zwischenschritt könnte diese Reduzierung auch erstmal temporär sein. Unerlässlich wäre in diesem Fall, dass dieser Versuch mit regelmässigen Kfz-Zählungen begleitet wird, so dass eine solide Grundlage für die spätere Entscheidung für eine langfristige einspurige Nutzung geschaffen wird.

Umwelt- und bürgerfreundliche Führung des Anlieferverkehrs für das südliche Überseequartier

Die derzeitige Planung sieht eine Streckenführung für anliefernde LKW und Lieferwagen für das südliche Überseequartier (= mehr als 200 Geschäfte, 40 Restaurants, drei Hotels und ein Kreuzfahrtterminal plus 650 Wohnungen und 4000 Büroarbeitsplätze) mitten durch Wohngebiete der HafenCity (Versmannstraße – Shanghaiallee – Sandtorkai – Osakaallee) vor.

Hier ist innovatives Denken gefragt – z.B. über Anlieferungen über die Elbe (mit LNG Schuten) von einer Sammelfläche im Industriegebiet Peute.

Beschränkungen für Touristenbusse und Schwerlastverkehr

3. Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer jeden Alters

-> Tempo 30 insbesondere auf den Wegen zu und von den Kitas und Grundschulen – mehr Zebrastreifen und Sprunginseln
-> Fahradwege durch Barrieren abtrennen – Geschützte Fahrradwege in die und aus der HafenCity – Geschützter Radweg am Sandtorkai/Brooktorkai

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