Pressemeldungen des Netzwerk HafenCity e.V. und Berichte in der Presse

Hamburg 1 - Betrifft Hamburg: HafenCityIm Hamburger Regionalsender Hamburg 1 gibt es seit einigen Jahren an jedem 1. Mittwoch im Monat um 20:15 Uhr mit wechselnden Themenschwerpunkten das Format “Betrifft Hamburg: HafenCity“.

Hier eine Auswahl bisheriger Themen in der Mediathek:

Pressemeldungen des Vorstandes des Netzwerk HafenCity e.V. und Berichte

Berichte und Pressemeldungen der HafenCity Hamburg GmbH

HafenCity Hamburg GmbH – städtischer Entwicklungsmanager der HafenCityDie HafenCity Hamburg GmbH ist selbst auch Mitglied im Netzwerk HafenCity e.V. und zeichnet als städtische Entwicklungsgesellschaft für alle Belange rund um die Grundstücksvergabe und die architektonische Weiterentwicklung des Stadteiles verantwortlich. Zur Vorstands-Neuwahl im Februar 2016 wurde per Newsletter im Juni 2016 folgende Stellungnahme herausgebracht:

Mit 37 Gründungsmitgliedern begann 2009 das Netzwerk HafenCity e. V., sich eine Stimme in der Stadt zu verschaffen. Heute sind rund  160 Bewohner in dem Verein für eine lebendige Nachbarschaft aktiv. Gerade haben sie einen neuen Vorstand gewählt. 

Tanja Heine (1. Vorsitzende) und Dr. Wolfgang Weisbrod-Weber (2. Vorsitzender)
T. Heine, Dr. Weisbrod-Weber

Tanja Heine erinnert sich an die Atmosphäre, als sie 2007 mit ihrem Mann in den Kaiserkai zog. „Es gab wenige Bewohner, dafür umso mehr Baustellen und Sandberge“, so die Architektin, die damals für Hochtief arbeitete, unter anderem in der Bauleitung für die Musical-Theater auf der Südseite der Elbe. „Der nachbarschaftliche Kontakt hat sich von ganz allein eingestellt. Wir haben uns auf der Straße oder am Kiosk getroffen und kamen sofort ins Gespräch“, sagt sie. Dr. Wolfgang Weisbrod-Weber blickt auf die Shanghaiallee, in der er seit 2014 wohnt. „Die Nutzungen allein in dieser Straße sind so dicht, dass man sie im Einzelnen gar nicht so leicht überblicken kann“, sagt der langjährige Mitarbeiter bei den Vereinten Nationen in New York sowie in Krisengebieten wie Bosnien und Afghanistan. Mit der Situation von 2007 sei die Situation nicht vergleichbar, glaubt er: „Heute ist es schon sehr vielfältig und großstädtisch.“ 

Zwei Bewohner, zwei unterschiedliche HafenCitys, und wahrscheinlich könnte man die Reihe fortsetzen: Je nachdem zu welchem Zeitpunkt und in welchem Quartier jemand hierherkam, wird er seine ganz eigene Geschichte mit dem Ort verbinden. Auf eine merkwürdige Weise ist genau dies aber auch der Punkt, der Nachbarn zusammenbringt. „Es gibt hier noch keine gewachsenen Strukturen, alles entsteht neu“, fasst Weisbrod-Weber zusammen, was auch die ersten HafenCity-Pioniere schon faszinierte. Und darin liegt offenbar auch der Reiz, sich einzubringen. „Ankommen in der Nachbarschaft heißt für mich, sich zu engagieren“, sagt Weisbrod-Weber. So kommt es, dass der frühere Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für die West-Sahara und die heute selbstständige Projektmanagerin seit Februar den neuen Vorstand des Netzwerk HafenCity e. V. bilden, zusammen mit Monika Breuch-Moritz, Christian Gutsch, Peter Nimpsch und Corinna Schmidt. 

Seit der Gründung 2009 hat sich der Stadtteilverein entwickelt. „Was anfangs ein monatlicher Nachbarschaftstreff war, ist heute ein Verein mit 160 Mitgliedern und verschiedenen Arbeitsgruppen zu Themen wie Soziales Netz, Verkehr und die Entwicklung des Gewerbes“, sagt Tanja Heine. Ein Konzept: HafenCity – Ein Quartier für alle Lebensalter wurde erarbeitet, Gemeinschaftshäuser in den Parks als Treffpunkte für alle Bewohner in den Fokus gerückt. „Viele Arbeitsergebnisse sind bereits in die Planungsprozesse der HafenCity eingeflossen und sollen dies auch weiterhin tun“, so Heine. Mit der HafenCity Hamburg GmbH, welche die Gründung des Netzwerks initiiert hat, besteht ein kooperatives Verhältnis. So werden Bewohner der HafenCity etwa in Architekturwettbewerbe für neue Gebäude einbezogen und können sich in Workshops in die Freiraumgestaltung einbringen. Ein Instrument, um einzelne Interessen durchzusetzen, wollte das Netzwerk HafenCity nie sein, sondern hat sich stets um gemeinschaftlichen Konsens und eine Verbindung verschiedener Akteure bemüht. Dies spiegelt sich auch im Umgang mit dem Thema Flüchtlinge: Als Anfang 2016 bekannt wurde, dass eine Unterkunft am Baakenhafen errichtet wird, folgte schnell auch eine Willkommensinitiative. Seitdem hat sich ein eigenständiger Unterstützerkreis herausgebildet. Wolfgang Weisbrod-Weber ist zugleich einer der Sprecher. „Das ist eine riesige Aufgabe, die wir nur schaffen können, wenn sich möglichst viele engagieren“, sagt er. Stets also gibt es neue Gelegenheiten, sich einzubringen. Das Netzwerk HafenCity will dafür künftig verstärkt bei den Neuzugängen unter den derzeit rund 2500 Bewohnern werben. Auf der Homepage, aber auch auf publikumsstarken Veranstaltungen wie der jährliche Spendenlauf „HSH Nordbank Run“ will man präsent sein. „Die Zeiten sind vorbei, in denen sich alle Nachbarn im gemeinschaftlich genutzten Garten oder auf der Straße getroffen haben. Wir brauchen gute neue Strukturen“, sagt Tanja Heine.

2018-04-09T02:21:29+00:00 / 2018-04-09T03:02:26+00:00 / Chris Gutsch
Letztes Update dieser Seite: 9. April 2018